Was wir beim Imker gelernt haben

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Am 21. Juli haben wir unserem Imker Peter Flohr beim Honig schleudern zugeschaut. Dabei haben wir viel gelernt. Ich versuche, hier alles aufzuschreiben. Falls ich etwas vergessen habe, bitte mir Bescheid geben!

Wir haben übrigens zwei Imker in unserem Verein, bei denen wir Honig kaufen können. Der Opa von Marco, Herr Otto Schiele und Peter Flohr.

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Bienen

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Bienenschwarm (Die Königin paart sich mit ihren Drohnen)

leben in einem richtigen Staat. Das Volk besteht aus einer Königin, bis zu 50.000 Arbeiterinnen und 1.500 männliche Bienen, den Drohnen.

Eine Biene kann bis zu 50 km/h schnell fliegen und das bis zu einer halben Stunde lang ohne Rast. Ihr Flugbereich kann bis zu 6 km Luftlinie betragen.

Die Königin wird auch Weisel genannt, sie wächst aus einem befruchteten Ei in einer Weiselzelle heran. Diese Zelle wird von den Bienen dadurch erkannt, dass sie zapfenförmig ist. Während ihrer Larvenzeit von 16 Tagen wird sie mit besonders hochwertiger Nahrung gefüttert (Weiselfuttersaft, Gelée royale). Nach 16 Tagen schlüpft sie und fliegt dann mehrfach aus, um sich mit den männlichen Bienen zu paaren. Anschließend beginnt sie mit der Eiablage – bis zu 1.500 Eiern pro Tag und das von März bis September.

Die Königin ist die einzige Biene im Volk, die Eier legen kann und durch Ablage von befruchteten Eiern (daraus entstehen Arbeiterinnen) und unbefruchteten Eiern (daraus entstehen Drohnen) lenkt sie den Bienenstaat. Außerdem verwendet sie verschiedene Duft- und Geschmacksdrüsen mit denen Sie ihr Volk beeinflußt.

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Bienenstock

Die Arbeiterinnen sind weibliche Bienen, die nicht fortpflanzungsfähig sind. In ihrem ersten Lebensabschnitt (ca. 1. bis 20. Lebenstag) leben sie als Stockbienen und sind vollauf damit beschäftigt zu putzen, füttern, Wabenzu bauen, Pollen und Nektar einzulagern, Nektar zu Honig einzudicken, Honigzellen mit Wachsdeckeln zu verschließen und Temperatur und Luftfeuchte im Stock zu regulieren. Außerdem versehen sie Wächterdienste am Flugloch.

Ab dem 20. Lebenstag sind sie dann Sammelbienen. Das sind die Bienen, die wir immer beobachten können und die wir „fleißig“ nennen. Bienen haben eine Honigblase, in dem sie den Nektar nach Hause tragen. Außerdem haben Bienen eine eigene Sprache, um anderen Bienen mitzuteilen, wo es besonders viel oder besonders guten Nektar gibt. Diese Sprache wird getanzt und heißt der Rundtanz oder der Schwänzeltanz.

Die Drohnen leben nur von Mai bis August. Sie haben als einzige Aufgabe die Paarung mit der Königin. Am Sommerende werden sie vom Volk vertrieben und sterben dann ab.

Die Königin braucht zur Entwicklung 16 Tage, die Arbeiterinnen 21 Tage und die Drohnen 23 bis 24 Tage.

Bienen leben in ihrem Stock absolut keimfrei, theoretisch könnte man dort operieren. Sie halten sogar im Winter über viele Monate ihren Kot ein, um den Stock nicht zu verunreinigen und wenn es die Außentemperaturen erlauben, fliegen sie aus nur um zu koten und ihr Zuhause sauber zu machen.

Honig

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gefüllte Honigwabeum den Honig aus den Waben zu schleudern, braucht der Imker verschiedene Werkzeuge. Er nimmt zuerst eine Wabe aus dem Stock und kehrt mit einem feinen Besen, oder, wie Peter es macht, mit einem Federkiel, die Bienen ab. Dabei hat er entweder die Imkerpfeife dabei oder einen Smoker (sieht aus wie eine kleine Gießkanne, nur kommt da Rauch raus). Der Rauch veräppelt die Bienen, er signalisiert ihnen: „es ist Feuer im Stock, fülle die Honigblase und bereite alles für ein Verlassen des Stockes vor“. So sind die Bienen abgelenkt und kümmern sich weniger um den Imker.

Die Waben sind alle in kleine Holzrähmchen gebaut. Diese werden dann erst mal gesäubert und die Wachsdeckel vorsichtig mit einem kammähnlichen Instrument entfernt.

Anschließend werden die Waben in eine Schleudertrommel (sieht einer Wäscheschleuder aus Oma`s Zeiten ähnlich) fest eingeklemmt. Der Schleuderdeckel wird fest geschlossen und dann mit einer Kurbel geschleudert. Dabei fließt der Honig vorne aus einer Öffnung.

Jedes Bienenvolk kann 15 bis 20 kg Honig erzeugen.

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