Der Walnussbaum

Der Tee aus den aromatischen Blättern des Walnussbaums (Pflückzeit Juni), die Gerb-, Bitter- und antibiotische Stoffe enthalten, wirkt günstig als Badezusatz oder Umschlag, besonders bei Hauterkrankungen (z.B. Grätze, eitrige Ausschläge, Akne, Fußschweiß). In der Volksheilkunde wird auch Rheuma und Gicht damit behandelt. Grüne Walnuss-Schalen benutzte man früher zum Braun- und Schwarzfärben von Textilien, Wolle und Haaren. Die Schalen enthalten aber auch aromatische und heilkräftige Substanzen. So ist Walnusslikör magenstärkend, er wird aus unreifen und weichen Nüssen die reich an Chlorophyll, Gerbstoffen und Vitaminen sind, hergestellt.
Wer die guten Wirkungen der grünen Nüsse ohne Alkohol genießen möchte, kocht sie kurz in wenig Wasser. In südlichen Ländern wird dieser Tee mit seinen vielen Gerbstoffen bei starken Durchfällen getrunken.
Auch Einlegen in Essig ist möglich. Die Früchte lassen sich später wie Sauergemüse verzehren. Sogar Wein gewinnt an Aroma.

Die Walnuss:
Die Walnuss wird geschützt von einer dicken, grünen, weichen Schale und außerdem durch ein feines Häutchen, das bei frischen Nüssen leicht bitter schmeckt. Je nachdem ob die Kerne frisch oder getrocknet sind, verschieben sich leicht die Werte. Der Wasseranteil (5 – 7%) ist um die Hälfte niedriger als beim Getreide.
Hauptinhaltsstoff ist das Fett (40 – 65 %). Zwei Drittel davon sind lebenswichtige (essentielle) Fettsäuren. Sie helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Die Alpha-Linolensäure, die besonders für die Entwicklng und Funktion von Gehirn und Augennetzhaut wichtig ist, kommt im Walnussöl in bedeutenden Mengen vor. Vitamin E, das die Nuss reichlich besitzt, schützt die wertvollen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Der Eiweißgehalt liegt bei 15 – 23 %. Außerdem enthält die Nuss vielseitige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen, Magnesium, Zink und Fluor. Im Samenkern sind außerdem Provitamin A, E, B und C vorhanden. Experten stufen einige Bestandteile der Nuss als mögliche Hemmstoffe gegen Krebs ein. Andere sehen in der Walnuss eine Nervennahrung.
Die Kochsalzarmut ist günstig für Nierenkranke. Schon die Römer glaubten, dass Walnüsse Glück, Gesundheit und Weisheit bringen. So weihte man auch den Walnussbaum dem Göttervater Jupiter.

Rezepte: WalnusslikörAhorn-WalnussplätzchenSchichtkuchen mit WalnüssenSpaghetti mit Knoblauch-Nuss-Soße

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