Der Pfirsichbaum

pfirsichbaum

Pfirsiche sind absolute Gesundheitsbomben. Sie machen eine schöne Haut, sorgen für gute Stimmung, stärken Herz und Kreislauf und senken den Blutdruck.

Der saftige Pfirsich ist voller Aromastoffe und niedrigem Gehalt an Faserstoffen. An Inhaltsstoffen sind weiterhin zu nennen: Calcium, Phosphor, Kali und Eisen, Provitamin A, Vitamin B1, B2 und C. Als Nahrungsmittel ist der Pfirsich hoch einzuschätzen; nebenbei wirkt er harntreibend und leicht abführend.

Man unterscheidet zwischen den frühen, mittelfrühen und späten Sorten. Grundsätzlich gilt: Je reifer und später die Frucht geerntet wurde, desto aromatischer schmeckt sie auch. Dann nämlich haben die Früchte besonders viel Sonne tanken können, und das macht sie besonders aromatisch. Außerdem haben sie dann auch die meisten wertvollen Inhaltsstoffe. Weißfleischige Pfirsiche haben ein besonders feines und mildes Aroma, gelbfleischige Pfirsiche schmecken besonders fruchtig und intensiv. Rotfleischige Pfirsiche sind dagegen besonders selten im Handel und auch teuer. Sie werden meist als „Weinbergpfirsiche“ im Handel angeboten, sind dafür aber eine echte Delikatesse. Die Kräuselkrankheit als wichtigster Krankheitserreger kann die Freude am Pfirsichanbau stark vermindern. Weniger anfällige Sorten sollten bei Neupflanzungen daher bevorzugt werden. Grundsätzlich gilt, daß weißfleischige Sorten weniger anfällig sind als gelbfleischige. Beschreibung: Bedeutsamste Pilzkrankheit des Pfirsichs. Die Blätter sind bereits kurz nach dem Austrieb blasig aufgetrieben und rötlich verfärbt. Stark befallenen Blätter werden abgeworfen. Gelegentlich können auch die Früchte befallen werden. Der Erreger überwintert auf Knospenschuppen oder Zweigen. Sobald sich die Knospenschuppen öffnen kann der Pilz die jungen Blätter infizieren. Gegenmaßnahme: Eine erste Spritzung mit einem dafür zugelassenen Mittel muß vor dem Austrieb beim Knospenschwellen erfolgen. Eine zweite Behandlung sollte zum Austrieb erfolgen. Vorbeugungsmaßnahmen: Ganzjährig Baumscheibe mulchen, mit Knoblauch und nichtrankender Kapuzinerkresse bepflanzen. Später evt. Tomaten auf die Baumscheibe pflanzen, sie wehren Ameisen, Blattläuse und andere Schadinsekten ab.

Verschiedene Sorten
„Red Top“ (gelbfleischiger Pfirsich): Diese mittelfrühe Sorte hat ein besonders dunkelgelbes Fruchtfleisch, ist sehr saftig und schmeckt angenehm süß. Sie kommt hauptsächlich aus Frankreich und Italien. Top im Geschmack sind auch die gelbfleischigen mittelfrühen „Ladysorten“ (von Juni bis Mitte August erhältlich) wie die Ruby Rich, Rich Lady, Elegant Lady und Summer Lady. Empfehlenswerte weißfleischige Pfirsichsorten sind z. B. „Anita“ und „Sweet Robin“. Sie kommen hauptsächlich aus Frankreich und sind ab Juli bis Mitte August im Handel erhältlich. Besonders aromatisch: der rotfleischige Pfirsich „pèche plate“ (ab Mitte August bis September erhältlich) aus Frankreich. Er hat eine flache, fast platte Form, ähnlich wie eine Diskusscheibe, daher auch der Name. Die Sorte ‚Fairhaven‘ ist Mitte August reif und trägt eine gelbfleischige, große Frucht (mittlere Anfälligkeit gegen die Kräuselkrankheit). ‚Revita‘ und ‚Benedicte‘ sind Genussreif Mitte – Ende August und für unser Klima besonders zu empfehlen. Sie sind weißfleischig, süß, groß und sollen gering anfällig gegen Kräuselkrankheit sein. Eine gute spätreifende Sorte mit sehr geringer Anfälligkeit gegen die Kräuselkrankheit ist der ‚Rote Ellerstädter‘. Reif ist er Anfang – Mitte September und auch als Kernechter vom Vorgebirge im Handel. Ebenfalls eine späte Sorte mit rotem Fruchtfleisch ist der ‚Rote Weinbergspfirsich

Standort und Schneiden des Pfirsichbaumes
Pfirsich wird wegen der Frostempfindlichkeit seines Holzes am besten im Frühjahr gepflanzt. Im Garten gedeihen die wärmebedürftigen Pfirsichbäume am besten an geschützten warmen Standorten, wo die frühe Blüte vor Spätfrösten verschont bleibt und die Früchte gut ausreifen können. Als Spalier an Südwänden besonders geeignet. Für unser Klima empfehlenswerte Sorten sind ‚Benedicte‘ und ‚Revita‘, die gegen die Kräuselkrankheit weniger empfindlich sind. Ganzjährig Baumscheibe mulchen, mit Knoblauch und nichtrankender Kapuzinerkresse bepflanzen zur Vorbeugung gegen diese Kräuselkrankheit. Später evt. Tomaten auf die Baumscheibe pflanzen, sie wehren Ameisen, Blattläuse und andere Schadinsekten ab. Kalkreiche, sandhaltige, durchlässige, tiefgründige, humose, feuchte, nahrhafte Böden, pH 6.5 – 7. Leichte, sandreiche Böden sind weniger geeignet. Obwohl meistens selbstfruchtbar, werden Erträge bei mehreren Bäumen höher. Die spätreifenden Sorten sollten im Privatgarten bevorzugt werden, sie sind aromatischer. Zu den Voraussetzungen für einen guten Ertrag gehören auch regelmäßige Schnittmaßnahmen. Jährlicher starker Rückschnitt fördert die ständige Neubildung von Fruchttrieben und verhindert gleichzeitig das Vergreisen der Krone. Der Pfirsich verträgt einen Schnitt kurz vor bzw. während der Blüte. Zu diesem Zeitpunkt sind die einzelnen Triebarten am besten zu erkennen und die Wundverheilung erfolgt zügig. Der Baum trägt nur an den im Vorjahr gebildeten Trieben. Falsche Fruchttriebe (nur runde Blütenknospen) und Holztriebe (nur spitze Blattknospen) bis auf zwei Augen zurückschneiden. Wahre Fruchttriebe (Mischung von Knospen und Blattknospen, an der Zweigbasis zwei Blattknospen), auf 6 – 8 Augen zurückschneiden. Sinnvoll ist aber auch ein Termin nach der Blüte, da sich dann der Behang einschätzen lässt. Große Wunden sollten sorgfältig mit einem Wundverschlussmittel verstrichen werden. Ist die Krone zu dicht, so müssen auch im Sommer Triebe herausgenommen werden, um Licht und Luft in die Krone zu bringen. Ebenfalls nach innen weisende, zu dicht stehende Triebe, Konkurrenztriebe und senkrechte Ständer wegschneiden. Falls ein Verjüngungsschnitt erforderlich ist, wird dieser kurz nach der Ernte durchgeführt. Hierfür werden die Seitenäste stark bis ins alte Holz auf einen jungen Trieb zurückgeschnitten, um einen kräftigen Austrieb zu erzeugen. Zu diesem Zeitpunkt können auch frühe Sorten geschnitten werden. Das Holz des Pfirsichbaumes ist sehr brüchig, so dass die Tragäste unter der Last der schweren Früchte mitunter von den Stützästen abbrechen. Deshalb sollte bei allen Schnittmaßnahmen am Pfirsich auf ein harmonisches Gleichgewicht der Krone geachtet werden, das heißt, vor allem zu lange Triebe müssen zwingend geschnitten werden.

Lagerung und Verzehr des Pfirsich
Beim Transport und der Lagerung unbedingt darauf achten, dass die Früchte nicht gedrückt werden, also am besten lose ganz oben in den Korb bzw. die Einkaufstüte legen. Sonst können Druckstellen entstehen, die schnell anfangen zu faulen und damit die ganze Frucht verderben. Vollreife und weiche Früchte am besten mit der Schale in das unterste Fach des Kühlschranks stellen. So gelagert halten sie sich ca. zwei bis drei Tage. Achten Sie nur darauf, die Früchte ca. ein bis zwei Stunden vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank zu nehmen. Bei Zimmertemperatur gegessen schmecken sie nämlich am aromatischsten. Sind sie zu kalt, kann sich nicht das volle Aroma entfalten. Etwas festere Früchte dagegen besser bei Zimmertemperatur ebenfalls in einer flachen Schale lagern. So halten sie sich ca. drei bis vier Tage. Festere, also etwas zu früh geerntete Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen reifen so zwar noch etwas nach, werden aber nie das Aroma einer reif geernteten Frucht erreichen. Achtung: Pfirsiche, Nektarinen und auch die Aprikosen nicht vor der Lagerung, sondern immer erst kurz vor dem Verzehr waschen. Durch das Waschen entsteht bei der Lagerung sonst nämlich zu viel Feuchtigkeit und das lässt die Früchte schneller faulen und verderben. Ein Winterschutz für jüngere Bäumchen ist durch Drahtzylinder um den Stamm herum möglich, dann lockeres Laub einfüllen. (gelbfleischiger Pfirsich): Diese mittelfrühe Sorte hat ein besonders dunkelgelbes Fruchtfleisch, ist sehr saftig und schmeckt angenehm süß. Sie kommt hauptsächlich aus Frankreich und Italien.

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