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Kinder- und Jugendgruppe „Die Höllenfüchse“ helfen beim Aufforsten im Obernburger Wald – unsere Gruppenstunde im Februar – ein Artikel im „Unser Echo“

(siehe Höllenfüchse Bildergalerie) 

Am 28. Februar halfen die Höllenfüchse mit einer Baumpflanzaktion, eine durch Windbruch entstandene freie Fläche im Obernburger Wald wieder aufzuforsten. Sehr erfreut über diese Idee waren vor allem Marhold Graner und Andreas Becker von der Forstbehörde. Zeigt sie doch, dass die Kinder die Folgen der gestörten Waldflächen erkannt haben und dagegen steuern wollen.

Ausgerüstet mit entsprechendem Werkzeug trafen sich 21 Kinder mit ihren Betreuern an der Waldhausstraße. Dort, auf einer durch Windbruch entstandenen Fläche, lagen bereits die Baumpflänzchen bereit. Andreas Becker hatte Esskastanien-Pflanzen besorgt und die zu bepflanzende Fläche bereits mit Stecken gekennzeichnet. Ganz so einfach, wie die Kinder sich das vorgestellt haben, war es nicht, Löcher in den Waldboden zu graben, aber nach zwei Stunden waren 40 Pflanzen in der Erde und die Höllenfüchse ganz stolz auf ihr Werk.

Warum ausgerechnet Esskastanien, fragten die Kinder. Nun, die Esskastanie gehört zur Familie der Buchen und verträgt sich vom Wachstum her gut mit Kirschen, Ahorn, Esche, also Bäume in unserem Mischwald, außerdem gehört sie spätestens seit der Römerzeit zu unseren Kulturbäumen. Durch ihre tiefen Wurzeln übt die Edelkastanie eine bodenschützende und den Wasserhaushalt verbessernde Wirkung. Nicht zu vergessen sind die Früchte dieses Baumes. Die bei den Kindern bekannten heißen Maroni sind nämlich zu deutsch Esskastanien. Das Esskastanienmehl ist absolut glutenfrei und für Allergiker sehr gut geeignet. Der Kastanienhonig ist auch bei den Kindern bekannt und sehr beliebt.

Den Esskastanien Lehrpfad in Klingenberg werden die Höllenfüchse im Sommer besuchen und wenn dann die ersten Früchte ab Oktober zu ernten sind – was bestimmt auch nicht so einfach wird – wollen die Kinder Leckereien daraus herstellen, so z.B. Kastanienmus oder eine Maronencreme als Brotaufstrich. Denn eins haben die Höllenfüchse gelernt, Esskastanien sind absolut gesund und auf vielfältige Weise zuzubreiten.

Ein großes Dankeschön geht an Herrn Marhold Graner und Herrn Andreas Becker für ihre Hilfe und ihre sofortige Zusage zu dieser Aktion.

Was ist „Baum wecken“ – unsere Höllenfuchsstunde am 31. Januar 2015

(siehe Höllenfüchse Bildgalerie)

keinesfalls eine Erfindung unserer Höllenfüchse! Nein: in früheren Zeiten, als die Menschen abhängig waren vom Ertrag ihrer Obstbäume, ging der Bauer mitsamt seinem Gesinde um Weihnachten, spätestens Anfang Januar (meist um den 6. Januar) zu seinen Bäumen und prüfte, ob diese noch „atmeten“ oder „tot“ waren. Er tat dies, indem er mit einem Stock an den jeweiligen Baum klopfte, am Klang konnte er erkennen, ob noch Leben im Baum war. War dies nicht der Fall, wusste er, dass dieser Baum zu ersetzen war durch einen neuen, der in einiger Entfernung im Frühjahr dann gepflanzt wurde. Die Kinder, die dabei waren, umarmten die Bäume, um sie aufzuwecken.

Außerdem war man damals der Meinung, dass böse Geister Ungeziefer und Pilze in den Baum brachten, so dass der keinen Ertrag mehr bringen konnte. Um diese bösen Geister abzuwehren, brachte man mit Schnee – wir nehmen heute ersatzweise Salzteig (da Schnee eher selten geworden ist bei uns) – eine Geisterfratze am Baum an.

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