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Was ist „Baum wecken“ – unsere Höllenfuchsstunde am 31. Januar 2015

(siehe Höllenfüchse Bildgalerie)

keinesfalls eine Erfindung unserer Höllenfüchse! Nein: in früheren Zeiten, als die Menschen abhängig waren vom Ertrag ihrer Obstbäume, ging der Bauer mitsamt seinem Gesinde um Weihnachten, spätestens Anfang Januar (meist um den 6. Januar) zu seinen Bäumen und prüfte, ob diese noch „atmeten“ oder „tot“ waren. Er tat dies, indem er mit einem Stock an den jeweiligen Baum klopfte, am Klang konnte er erkennen, ob noch Leben im Baum war. War dies nicht der Fall, wusste er, dass dieser Baum zu ersetzen war durch einen neuen, der in einiger Entfernung im Frühjahr dann gepflanzt wurde. Die Kinder, die dabei waren, umarmten die Bäume, um sie aufzuwecken.

Außerdem war man damals der Meinung, dass böse Geister Ungeziefer und Pilze in den Baum brachten, so dass der keinen Ertrag mehr bringen konnte. Um diese bösen Geister abzuwehren, brachte man mit Schnee – wir nehmen heute ersatzweise Salzteig (da Schnee eher selten geworden ist bei uns) – eine Geisterfratze am Baum an.

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